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50. bis 52. Kalenderwoche 2016

Datum: 08.12.2016

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 7 - Große Jugendkammer

7 KLs 702 Js 13028/14

 

Verfahren gegen

 

Martin U., geb. 1993

Verteidigerin: Rechtsanwältin Weinert, Hirschberg

 

Prozessauftakt:Dienstag, 13. Dezember 2016, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 15. und 19. Dezember 2016, jeweils 09.00 Uhr)

 

Der Beschuldigte soll an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Aufgrund dieser Erkrankung soll er im Zustand der Schuldunfähigkeit im März 2014 (damals noch 20 Jahre alt und damit Heranwachsender) und im August 2015 in einer Klinik in Weinheim jeweils eine Person erheblich verletzt haben. Des weiteren soll er im Juli 2014, damals ebenfalls noch 20 Jahre alt, ein ihm unbekanntes Mädchen über Handy sexuell belästigt und ihr zudem pornographische Bilder übersandt haben. Als er von der Mutter des Mädchens über Telefon aufgefordert worden sei, dies zu unterlassen, habe er diese mit dem Tode bedroht. Bei dieser Tat soll aufgrund seiner Erkrankung seine Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert gewesen sein.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

 

Verdacht der versuchten sexuellen Nötigung

 

Strafkammer 7 - Große Jugendschutzkammer

7 KLs 702 Js 27349/15

 

Verfahren gegen

 

Kemal-Agit K., geb. 1998

Verteidigerin: Rechtsanwältin Korkmaz, Mannheim

 

Prozessauftakt:Dienstag, 13. Dezember 2016, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 15. und 19. Dezember 2016, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe im August 2015, damals 17 Jahre alt, versucht, eine Bekannte, deren Vertrauen er zunächst erworben und mit der er auch einmal intim gewesen sein soll, durch massive Drohungen und Beleidigungen dazu zu bringen, ihm sexuell zur Verfügung zu stehen.

 

 

Verdacht des versuchten Totschlags u.a. Delikte

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 300 Js 12631/16

 

Verfahren gegen

 

Marcel H., geb. 1970

Verteidigerin: Rechtsanwältin Dr. Domke, Mannheim

 

Vertreterin des Nebenklägers: Rechtsanwältin Hausen, Mannheim

 

Prozessauftakt:Mittwoch, 21. Dezember 2016, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 03., 17., 19., 24., 26., 31. Januar, 07. Februar 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe am Abend des 03.02.2016 in Mannheim den Lebensgefährten seiner Tochter auf der Straße getroffen und diesen mit dem Tode bedroht, wobei er ein Küchenmesser aus der Hosentasche gezogen und dem Lebensgefährten seiner Tochter vor das Gesicht gehalten haben soll.

Am 22.04.2016 soll sich der Angeklagte nach Mitternacht in einem Lokal in Mannheim u.a. gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, deren früheren Ehemann sowie dem Nebenkläger (einem Freund des früheren Ehemannes) aufgehalten haben. Der Angeklagte soll dabei eine Schreckschusspistole mit aufgebohrtem Lauf mit sich geführt haben, wobei sich in der Waffe mindestens drei mit Bleikugeln beladene Patronen befunden haben sollen.

Gegen 01.50 Uhr soll der Angeklagte den früheren Ehemann seiner Lebensgefährtin angegriffen haben. Der Nebenkläger soll diesem zu Hilfe gekommen sein und dem Angeklagten eine Faustschlag ins Gesicht versetzt haben. Die Gastwirtin und ein weiterer Gast sollen dazwischen gegangen sein und die Kontrahenten getrennt haben. Anschließend soll die Gastwirtin die Kontrahenten aufgefordert haben, das Lokal zu verlassen. Als der Nebenkläger gerade im Begriff gewesen sei, aus dem Lokal zu gehen, soll der Angeklagte seine zwischenzeitlich aus seiner Jacke geholte Pistole auf den Nebenkläger gerichtet und mit bedingtem Tötungsvorsatz einen Schuss in dessen Richtung abgegeben habe. Die Kugel soll die Kapuze des Nebenklägers durchschlagen und ihn nur deshalb nicht getroffen haben, weil die Gastwirtin dem Angeklagten in den Arm geschlagen habe. Dem Angeklagten soll es anschließend gelungen sein, einen weiteren Schuss in Richtung des Kopfes des Nebenklägers abzugeben, wobei er wiederum mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt haben soll. Der Schuss soll den Nebenkläger an der Hand, die er schützend vor seinen Kopf gehalten haben soll, sowie, nachdem diese durchschlagen worden sei, am Kopf getroffen haben, wobei die Kugel im Bereich der Schläfe im Hautgewebe stecken geblieben sei. Da der Schädelknochen nicht verletzt worden sei, habe keine Lebensgefahr bestanden. Vor dem Lokal seien dem Nebenkläger Passanten zu Hilfe gekommen.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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