Suchfunktion

40. und 41. Kalenderwoche 2016

Datum: 28.09.2016

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

Strafkammer 5

5 KLs 309 Js 8222/16

Verfahren gegen

Christoph H., geb. 1988

Verteidiger: Rechtsanwalt W. Becker, Mannheim

Prozessauftakt:Mittwoch, 05. Oktober 2016, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermin: 12. Oktober 2016, 09.00 Uhr)

Der Beschuldigte soll an einer Schizophrenie leiden. Er soll deshalb im Zustand der Schuldunfähigkeit am 23.02.2016 in einem Übergangsheim für psychisch Kranke in Mannheim im Rahmen eines Betreuungsgesprächs die beiden zuständigen Betreuerinnen nacheinander angegriffen und ihnen erhebliche Verletzungen (Kopf- und Thoraxprellungen) zugefügt haben. Der Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

 

 

Verdacht der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

Strafkammer 4

4 KLs 805 Js 10901/16

Verfahren gegen

Antoine M., geb. 1977

Verteidiger: Rechtsanwalt Allgeier, Mannheim

Prozessauftakt:Donnerstag, 06. Oktober 2016, 09.30 Uhr

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe am Morgen des 07.04.2016 in den Niederlanden 30 kg Haschisch übernommen und diese anschließend in das Bundesgebiet eingeführt. Das Haschisch sei bei einer Kontrolle auf der Tank- und Rastanlage Hockenheim sichergestellt worden. Ziel der Fahrt sei Freiburg gewesen.

 

 

Verdacht der besonders schweren Brandstiftung

Strafkammer 7 - Große Jugendkammer

7 KLs 311 Js 32629/15

Verfahren gegen

1. Peter M., geb. 1970

   Verteidiger: Rechtsanwalt Fleck, Mannheim

2. Michel D., geb. 1994

   Verteidiger: Rechtsanwalt Abel, Mannheim

3. Heinz-Dieter W., geb. 1949

   Verteidiger: Rechtsanwalt Larcher, Mannheim

4. Laura H., geb. 1994

   Verteidiger: Rechtsanwalt Eichin, Mannheim

Prozessauftakt:Dienstag, 11. Oktober 2016, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 13., 18., 20., 25. Oktober, 03. und 18. November 2016, jeweils 09.00 Uhr)

Dem Angeklagten Peter M. wird zur Last gelegt, er habe sich u.a. aufgrund finanzieller Probleme spätestens im Juli 2015 dazu entschlossen, das in seinem Eigentum stehende Gebäude in Mannheim, in dem er eine Gaststätte betrieben habe, in Brand setzen zu lassen, um anschließend die dafür bestehenden Versicherungen in Anspruch zu nehmen. Zur Tatausführung habe er die Angeklagten Michel D. und Heinz-Dieter W. gewinnen können. Der Angeklagte Michel D. soll zudem die Angeklagte Laura H. dafür gewonnen haben, Fahrdienste im Rahmen der Tatausführung durchzuführen.

Durch zahlreiche Maßnahmen sollte zudem die Täterschaft der Angeklagten, insbesondere die Täterschaft des Angeklagten Peter M. verschleiert werden.

Im Verlauf des 20.10.2015 soll der Angeklagte Heinz-Dieter W. im Gebäude eine Vielzahl von Grillanzündern und Bastmatten verteilt und zudem Lampenöl und Benzin auf Holzgegenstände, Stoffe und Decken geschüttet haben. Zudem soll er zur Vortäuschung eines Einbruchs eine Kellerluke sowie zwei Automaten aufgebrochen haben.

Der zur Tatzeit 20 Jahre alte und damit als Heranwachsender im Sinne des JGG anzusehende Angeklagte Michel D. soll sich am 21.10.2015 zu dem Gebäude begeben haben, wobei er von der damals ebenfalls 20 Jahre alten Angeklagten Laura H. dorthin gefahren worden sei. Der Angeklagte Michel D. soll anschließend den restlichen Inhalt der von dem Angeklagten Heinz-Dieter W. für ihn bereitgestellten Benzinkanister im Gebäude verteilt und anschließend die von ihm gelegten Benzinspuren angezündet haben. Der Brand habe sich schnell zu einem Vollbrand ausgebreitet. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr habe ein Übergreifen auf das Nachbarhaus vermieden werden können. Für die darin schlafenden Bewohner habe bis zur Entdeckung des Brandes die konkrete Gefahr einer Gesundheitsbeschädigung durch Raucheinwirkung und Übergreifen des Feuers bestanden.

Durch den Brand habe Einsturzgefahr bestanden. Der Sachschaden soll sich auf rund EUR 250.000 belaufen, wobei auch zwei in der Nähe des Brandortes parkende Pkw beschädigt worden seien.

Der Angeklagte Peter M., der sich zur Tatzeit nicht in Mannheim aufgehalten haben soll, habe mit Schreiben vom 26.10.2015 seiner Versicherung gegenüber die ihm angeblich aus dem Versicherungsvertrag zustehenden Ansprüche geltend gemacht.  

Die Angeklagten Peter M., Michel D. und Heinz-Dieter W. befinden sich seit ihrer Festnahme Ende Januar bzw. Anfang Februar 2016 in Untersuchungshaft.

 

 

Verdacht des Betrugs

Strafkammer 23 - Große Wirtschaftsstrafkammer

23 KLs 611 Js 27116/10

Verfahren gegen

Angelika F., geb. 1957

Verteidiger: Rechtsanwalt Drexler, Wasserburg

Prozessauftakt:Dienstag, 11. Oktober 2016, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 12., 18, 19., 25., 26. Oktober, 02., 08., 09., 22., 23., 29., 30. November, 07., 13., 14. u. 21. Dezember 2016, jeweils 09.00 Uhr)

Der bereits rechtskräftig verurteilte Ulrich E. soll im Zeitraum von Dezember 2004 bis September 2007 u.a. durch wahrheitswidrige Angaben über seinen beruflichen Werdegang (er gab sich u.a. als internationaler Banker bzw. als Cheftrader einer New Yorker Bank aus) sowie durch die wahrheitswidrige Angabe, er werde für potentielle Anleger mit Hilfe spezieller Software durch Day-Trading-Aktienhandel monatliche Renditen zwischen 3 und 6 Prozent erwirtschaften, eine Vielzahl von Anlegern dazu gebracht haben, Gelder in Höhe von mehr als 35 Millionen US-Dollar anzulegen. Dazu soll er von den Vereinigten Staaten von Amerika aus eine Vertriebsstruktur mit einem abgestuften System aufgebaut und gesteuert haben, um im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit sog. Haupt- und Untervermittlern, die an den einzelnen Anlagegeschäften durch den Erhalt von Provisionen beteiligt gewesen seien, sein Ziel einer betrügerischen Schädigung der Anleger zu verfolgen. Tatsächlich soll Ulrich E. niemals Day-Trading betrieben haben, sondern seiner vorgefassten Absicht entsprechend die eingenommenen Gelder zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes, zur Zahlung der Provisionen an die Haupt- und Untervermittler sowie zur teilweisen Ausschüttung der angeblich erwirtschafteten Rendite verwendet haben.

Die Angeklagte Angelika F. soll ab Februar 2006 mit der Verwaltung der vermeintlichen Kapitalanlagen für Ulrich E., insbesondere mit der Erfassung von Anlegerdaten, der Erstellung von Auszahlungslisten und der monatlichen Abrechnungen für die Anleger und ab September 2006, wobei sie ab diesem Zeitpunkt vorsätzlich gehandelt haben soll, auch mit den Provisionszahlungen an die Vermittler sowie mit den gelegentlichen Zins- und Kapitalrückzahlungen an einzelne Anleger befasst gewesen sein.

Sie soll aufgrund ihrer Tätigkeit im Zeitraum zwischen dem 01.09.2006 und dem 31.12.2006 in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken mit Ulrich E. sowie den vor Ort eingesetzten Haupt- und Untervermittlern an der Vermittlung von 401 Anlegern sowie der Erlangung eines Anlagekapitals von rund 9,3 Millionen USD sowie im Zeitraum vom 01.01.2007 bis 31.08.2007 an der Vermittlung von 1.132 Anlegern sowie der Erlangung eines Anlagekapitals von rund 20,9 Millionen USD mitgewirkt haben, wobei im ersten Fall rund 2,27 Millionen USD und im zweiten Fall rund 1,95 Millionen USD an die Anleger zurückgezahlt worden seien.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

Fußleiste