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40. und 41. Kalenderwoche 2015

Datum: 16.09.2015

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Verdacht der Vergewaltigung u.a. Delikte

 

Strafkammer 4

4 KLs 205 Js 18562/13

 

Verfahren gegen

 

Abdullah D., geb. 1962

Verteidiger: Rechtsanwalt Döger, Ludwigshafen

Verteidiger: Rechtsanwalt R. Akbas, Wiesloch

 

Prozessauftakt: Dienstag, 29. September 2015, 09.30 Uhr

(Fortsetzungstermine: 01., 06., 08. und 09. Oktober 2015, jeweils 09.30 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe seine Ehefrau einmal im Winter 2008/2009 und zweimal im Mai bzw. Juni 2013 durch Anwendung von Gewalt zur Durchführung des Geschlechtsverkehrs gezwungen.  

Im Juni 2013 soll der Angeklagte zudem seiner schlafenden Ehefrau in den Rücken getreten und den ihr zu Hilfe eilenden Sohn tätlich angegriffen haben. Im weiteren Verlauf des Geschehens soll der Angeklagte seine Ehefrau gewürgt haben. Der Sohn des Angeklagten soll dazwischen gegangen und dem Angeklagten zur Abwehr des von ihm drohenden Angriffs einen Faustschlag versetzt und ihm dadurch den Kiefer gebrochen haben.

 

Verdacht des versuchten Mordes u.a. Delikte

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 300 Js 12632/15

 

Verfahren gegen

 

Nadir M., geb. 1975

Verteidigerin: Rechtsanwältin Berg, Mannheim

 

Prozessauftakt: Montag, 05. Oktober 2015, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 20., 27. Oktober, 11., 18., 24. und 26. November 2015, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe am 17.12.2014 in Mannheim die Straßenbahn benutzt, ohne im Besitz eines gültigen Fahrausweises zu sein. Zudem soll der Angeklagte am 24.04.2015 seiner Lebensgefährtin aus deren Geldbeutel EUR 50.- entnommen und, als diese die Rückgabe des Geldes verlangt und nach dem Geld gegriffen habe, diese geschlagen haben, um das Geld in seinem Besitz zu behalten.

Am frühen Morgen des 27.04.2015 soll der Angeklagte in Mannheim die Wohnung des M.T. aufgesucht haben, da er vermutete, dass sich seine Lebensgefährtin, mit der er sich zuvor verstritten haben soll, bei diesem aufhalte. M.T. soll den aufgebrachten Angeklagten eingelassen haben, damit sich dieser selbst davon überzeugen könne, dass sich seine Lebensgefährtin nicht in der Wohnung aufhalte. Der anschließenden Aufforderung des Wohnungsinhabers, die Wohnung zu verlassen, soll der Angeklagte nicht nachgekommen sein, weshalb dieser den Angeklagten an der Jacke ergriffen habe, um ihn aus der Wohnung zu ziehen. Der Angeklagte soll für den Wohnungsinhaber plötzlich und unvermittelt ein Werkzeug, möglicherweise eine Gartenschere, ergriffen und dem Wohnungsinhaber mit zumindest Tötungsvorsatz u.a. einen Schnitt im Bereich des Kehlkopfes versetzt haben. Der Angeklagte soll dem Wohnungsinhaber weitere Schnittverletzungen zugefügt und auch noch mit zumindest bedingtem Tötungsvorsatz versucht haben, auf diesen einzustechen, nachdem dieser zu Boden gegangen sei. M.T. habe den Angeklagten durch seine Gegenwehr auf Abstand halten können. Es sei ihm deshalb gelungen aufzustehen und laut um Hilfe zu rufen. Der Angeklagte soll deshalb sein Vorhaben, M.T. zu töten, als gescheitert angesehen haben und geflohen sein. 

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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