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36. bis 39. Kalenderwoche 2015 (Nachtrag)

Datum: 08.09.2015

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

Strafkammer 4

4 KLs 309 Js 15855/15

Verfahren gegen

Eva H., geb. 1982

Verteidiger: Rechtsanwalt Eisele, Mannheim

Prozessauftakt: Dienstag, 22. September 2015, 09.30 Uhr

Die Angeklagte soll seit einigen Jahren an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie leiden. Seit 2014 soll die Angeklagte zudem spielsüchtig sein. Aufgrund der damit verbundenen Geldprobleme soll sich die Angeklagte am 26.05.2015 entschlossen haben, einen Supermarkt zu überfallen.

Zur Ausführung ihres Vorhabens soll sie ein Brotmesser eingesteckt und sich am frühen Abend des 26.05.2015 in einen Supermarkt in Mannheim begeben haben. Dort soll sie eine Dose Tabak aus einem Regel entnommen, sich zur Kasse begeben und dort den Kassierer durch Vorhalten des Messers aufgefordert haben, die Kasse zu öffnen. Um die Kasse öffnen zu können, habe der Kassierer auf Anweisung der Angeklagten schließlich die Dose Tabak über den Scanner gezogen. Als sich die Kassenschublade daraufhin geöffnet habe, soll die Angeklagte in die Kasse gegriffen und daraus mindestens EUR 190 entnommen haben. Anschließend habe sie versucht zu fliehen. Ihre Flucht sei jedoch durch aufmerksame Passanten vereitelt worden.

Aufgrund ihrer psychischen Erkrankung soll die Fähigkeit der Angeklagten, das Unrecht ihrer Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln, zum Zeitpunkt der Tat erheblich vermindert gewesen sein.

Die Angeklagte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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