Suchfunktion

27. und 28. Kalenderwoche 2015

Datum: 24.06.2015

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Verdacht des schweren Raubes u.a. Delikte

 

Strafkammer 5

5 KLs 212 Js 19389/14

 

Verfahren gegen

 

Simon S., geb. 1991

Verteidiger: Rechtsanwalt Eith, Mannheim

 

Prozessauftakt: Dienstag, 30. Juni 2015, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 01. u. 03. Juli 2015, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte Juli 2014 folgende Straftaten begangen:

 

-       Am 26.05.2014 soll der Angeklagte mit einem gesondert verfolgten Mittäter in Mannheim zunächst zwei Damenfahrräder entwendet haben und anschließend mit diesen zum Pfandlager der Firma Marktkauf in Mannheim gefahren sein, um dort aus dem Lager Pfandflaschen zu entwenden, welche anschließend in einem Geschäft gegen Auszahlung von Bargeld zurückgebracht werden sollten. Die beiden sollen sich zwar Zutritt zu dem Lagerraum verschafft haben; zur  Ausführung sei es jedoch nicht gekommen, da sie durch einen Angestellten überrascht worden seien.

-       Am frühen Morgen des 21.06.2014 soll der Angeklagte in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken mit einem bislang unbekannt gebliebenen Mittäter in Mannheim den auf dem Nachhauseweg befindlichen D.H. überfallen und ihm unter Anwendung von körperlicher Gewalt ein Smartphone, Bargeld in Höhe von EUR 20.- sowie eine Armbanduhr im Wert von rund EUR 100.- entwendet haben.

-       Am frühen Abend des 08.07.2014 soll sich der Angeklagte in der Wohnung des M.E. in Mannheim-Schönau aufgehalten haben. Im Anschluss an einen gemeinsamen Drogenkonsum mit weiteren Personen soll der Angeklagte in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken mit dem gesondert verfolgten Steven R. einen Laptop entwendet haben. Dazu soll der Angeklagte zunächst das Springmesser des M.E. entwendet und anschließend durch Vorhalten des Springmessers die Wegnahme des Laptops durchgeführt haben.

-       Das am 08.07.2014 entwendete Springmesser soll der Angeklagte am frühen Morgen des 19.07.2014 dazu verwendet haben, um dem T.A. und dem S.W. jeweils mit der Drohung, sie abzustechen, das ihnen gehörende Smartphone zu entwenden.  

 

Verdacht des schweren Bandendiebstahls in mehr als 40 Fällen

 

Strafkammer 4

4 KLs 201 Js 20806/14

 

Verfahren gegen

 

1. Gogita G., geb. 1970

    Verteidiger: Rechtsanwalt Rigbers, Mannheim

 

2. Aleko J., geb. 1989

    Verteidiger: Rechtsanwalt Gärtner, Mannheim

 

Prozessauftakt: Freitag, 03. Juli 2015, 09.00 Uhr  

(Fortsetzungstermine: 08., 13., 16. u. 22. Juli 2015 jeweils 09.00 Uhr)

 

Den beiden Angeklagten wird zur Last gelegt, sie hätten gemeinsam mit dem gesondert verfolgten Rati A. im Zeitraum vom 18.07.2014 bis zum 10.10.2014 in sieben Fällen durch Einbrüche in Wohnungen (u.a. in Mannheim, Wörth und Neuhofen) Gegenstände im Gesamtwert von rund EUR 21.660.- sowie in 39 Fällen in verschiedenen Filialen der Firma Kaufland durch Diebstähle Waren im Gesamtwert von rund EUR 21.100.- erlangt. In drei weiteren Fällen soll es beim Versuchs des Einbruchs in Wohnungen geblieben sein.

 

Die beiden Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.

 

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 302 Js 30628/14

 

Verfahren gegen

 

Moussa N., geb. 1991

Verteidiger: Rechtsanwalt Hinney, Mannheim

 

Vertreterin der Nebenklägerin: Rechtsanwältin Hausen, Mannheim

 

Prozessauftakt: Mittwoch, 08. Juli 2015, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 10., 16., 21. u. 22. Juli 2015, jeweils 09.00 Uhr)

 

Der Beschuldigte soll an einer Schizophrenie leiden. Aufgrund dieser Erkrankung soll er die nachfolgend genannten Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben:

 

-       Der Beschuldigte soll am 02.07.2014 nach dem vorangegangenen Konsum von Kokain und Rotwein, in einem zwischen Heidelberg und Weinheim gelegenen Ort seine Adoptivmutter geschlagen haben, nachdem diese ihm zuvor den Konsum von Rotwein verboten und den Wein in den Abfluss gekippt habe. Die herbeigerufenen Polizeibeamten soll der Beschuldigte u.a. beleidigt und bedroht haben.

-       Noch am selben Tag soll der Beschuldigte nach der Entlassung aus dem Polizeigewahrsam erneut das Anwesen seiner Stiefmutter aufgesucht und dort ein Fenster eingeschlagen haben, um sich Zutritt zum Anwesen zu verschaffen. Wiederum soll er sich gegen die Maßnahmen der herbeigerufenen Polizeibeamten zur Wehr gesetzt haben. Des weiteren soll er seine Adoptivmutter mit dem Tod bedroht haben. Anschließend soll der Beschuldigte in das PZN Nordbaden verbracht worden sein, wo er sich mehr als 1 ½ Monate aufgehalten habe.

-       Am Abend des 08.11.2014 soll der Beschuldigte wiederum das Anwesen seiner Adoptivmutter aufgesucht und die Abwesenheit ihres Lebensgefährten dazu ausgenutzt haben, um an der Haustür zu klingeln. Die Nebenklägerin habe die Tür in der Annahme geöffnet, ihr Lebensgefährte habe den Hausschlüssel vergessen. Der Beschuldigte soll die Nebenklägerin mit Gewalt gegen eine Wand gedrückt, sie mit beiden Händen gewürgt und mit verschiedenen Gegenständen auf den Kopf der Nebenklägerin eingeschlagen haben. Dabei soll der Beschuldigte in der Absicht gehandelt haben, die Nebenklägerin zu töten. In dem Glauben, alles Erforderliche zur Vollendung der Tat getan zu haben, habe der Beschuldigte anschließend das Anwesen verlassen. Tatsächlich seien die Verletzungen jedoch nicht tödlich gewesen, weshalb die Nebenklägerin habe gerettet werden können.

-       Des weiteren soll der Beschuldigte am frühen Abend des 10.11.2014 eine weibliche Person mit dem Tod bedroht haben.

 

Der Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergerbacht.  

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

Fußleiste