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23. bis 26. Kalenderwoche 2017

Datum: 31.05.2017

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 5

5 KLs 205 Js 23584/16

 

Verfahren gegen

 

Sylvester E., geb. 1978

Verteidiger: Rechtsanwalt Endler, Mannheim

Verteidigerin: Rechtsanwältin Weis, Mannheim

 

Prozessauftakt:Dienstag, 06. Juni 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 07., 09., 13. Juni, 2017 jeweils 09.00 Uhr)

 

Der Beschuldigte soll an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Am 09.05.2016 soll der Beschuldigte ein Gespräch mit dem Leiter eines Sozialamtes unbefugt mit seinem Smartphone aufgenommen und die Aufnahme später auf Internetportalen veröffentlicht haben. Am 24.06.2016 soll der Beschuldigte wegen dieses Vorfalls als Beschuldigter auf dem Polizeirevier in Ladenburg vernommen worden sein. Auch dieses Gespräch soll er unbefugt mit seinem Smartphone aufgenommen und anschließend auf Internetportalen veröffentlicht haben. Bei einer erneuten Beschuldigtenvernehmung am 14.07.2016 soll er wiederum unbefugt die Aufnahmefunktion seines Smartphones betätigt haben. Der vernehmende Beamte habe ihn aufgefordert, sein Smartphone vorzuzeigen. Der Beamte habe die Aufnahme beendet und anschließend das Smartphone beschlagnahmt. Dem zunehmend aggressiver werdenden Beschuldigten sei ein Hausverbot erteilt worden.

Der Beschuldigte sei kurze Zeit später zum Polizeirevier in Ladenburg zurückgekehrt, habe mehrfach laut - auch beleidigende Worte - gerufen. Zwei Beamte seien daraufhin an das Fenster zum Wachraum getreten. Der Beschuldigte soll einen rund 9x9cm großen Stein ergriffen und diesen auf das Fenster des Wachraums geworfen haben, wodurch die Fensterscheibe zersplittert sei. Der Beschuldigte soll dabei eine mögliche Verletzung der beiden Beamten durch den Steinwurf bzw. umherfliegende Glassplitter billigend in Kauf genommen haben. Noch bevor sich die beiden Beamten haben entfernen können, soll der Beschuldigte abermals mit zumindest bedingtem Verletzungsvorsatz einen Stein in das Fenster geschmissen haben. Dieser soll den Fensterrahmen getroffen haben. Die beiden Beamten seien - wie beim ersten Wurf auch - nicht verletzt worden.

Aufgrund seiner Erkrankung soll der Beschuldigte bei allen Taten nicht in der Lage gewesen sein, das Unrecht seiner Tat einzusehen.

Der Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

 

Verdacht des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 404 Js 36200/16

 

Verfahren gegen

 

Chigoze E., geb. 1985

Verteidiger: Rechtsanwalt Dominkovic, Mannheim

 

Prozessauftakt:Mittwoch, 07. Juni 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 26. Juni, 03., 10. und 11. Juli 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe am frühen Morgen des 15.11.2016 in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge mit einem Küchenmesser mit Tötungsvorsatz auf einen Mitbewohner eingestochen. Dabei habe er ihm u.a. eine Stichverletzung am Hals zugefügt. Eine weitere Tatausführung habe durch das Einschreiten von Mitbewohnern verhindert werden können.

 

Verdacht des bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln

 

Strafkammer 4

4 KLs 800 Js 11922/17

 

Verfahren gegen

 

Jani F., geb. 1972

Verteidigerin: Rechtsanwältin Maier, Mannheim

  

Prozessauftakt:Donnerstag, 08. Juni 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 09., 12. und 13. Juni 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Tini K. und Durim C., gegen die seit dem 17. Mai 2017 vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Mannheim verhandelt wird (vgl. Pressevorschau für die 17. bis. 22. Kalenderwoche 2017) wird zur Last gelegt, sie hätten gemeinsam mit zwei weiteren, gesondert verfolgten Bandenmitgliedern am 15.03. und am 07.05.2016 jeweils ein Kilogramm reines Kokain, am 11.06.2016 ein Kilogramm reines und drei Kilogramm „gestrecktes“ Kokain sowie am 29.06.2016 500g Kokain in Belgien erworben und für dessen Verbringung nach Mannheim gesorgt. Dort soll das Kokain in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken mit Leunor B., Vasileios A. und Klodian K. nach zuvor erfolgter Streckung und Portionierung gewinnbringend weiter veräußert worden sein.

 

Dem Angeklagten Jani F. wird in dem vorliegenden Verfahren zur Last gelegt, er soll sich spätestens im Juli 2016 der o.g. Gruppierung angeschlossen und an dem Verkauf der Restmenge des noch vorhandenen Kokains aus dem Kauf Ende Juni 2016 u.a. durch Herstellung der zum Verkauf bestimmten Kokainplomben beteiligt haben.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.  

 

Verdacht des schweren Bandendiebstahls in mehreren Fällen u.a. sowie Verdachts der Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl in mehreren Fällen u.a. (Angekl. Lorella B.)

 

Strafkammer 7 - Große Jugendkammer

7 KLs 408 Js 12927/16

 

Verfahren gegen

 

1. Fatih D., geb. 1992

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Combé, Heidelberg

 

2. Berkan G., geb. 1992

   Verteidiger: Rechtsanwalt Wiehe, Mannheim

 

3. Jonas B., geb. 1992

   Verteidiger: Rechtsanwalt Wullbrandt, Heidelberg

 

4. Lorella B., geb. 1995

   Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Biesinger, Heidelberg

   Verteidiger: Rechtsanwalt Langhanki, Mainz

  

Prozessauftakt:Mittwoch, 21. Juni 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 23., 28. Juni, 05. und 07. Juli 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Den Angeklagten wird zur Last gelegt, sie hätten sich Ende 2015 zusammengeschlossen, um gemeinsam u.a. durch die Sprengung von Bankautomaten mittels eines Gas-Sauerstoffgemischs an Bargeld zu gelangen sowie gut verkäufliche Waren aus Containern zu entwenden.

In Ausführung dieses Tatplans sollen die Angeklagten Fatih D. und Berkan G. am 21.02.2016 in Heidelberg, am 07.04.2016 in Weinheim, am 09.04.2016 und am 14.04.2016 in Neckarsteinach sowie am 15.04.2016 in Schönbrunn versucht haben, in dortigen Bankfilialen Bankautomaten zu sprengen. In zwei Fällen sei die Einleitung des Gas-Sauerstoffgemischs aufgrund der Bauweise des Bankautomaten nicht gelungen. In drei Fällen soll es zwar zu einer Explosion gekommen sein; dennoch sei es den Angeklagten Fatih D. und Berkan G. nicht möglich gewesen, auf das Bargeld zuzugreifen. Der Gesamtschaden soll rund EUR 39.000 betragen.

In einem weiteren Fall soll der Angeklagte Fatih D. am 05.05.2016 in Waldwimmersbach versucht haben, einen Bankautomaten zu sprengen. Aufgrund der besonderen Sicherung sei bereits die Einleitung des Gas-Sauerstoffgemischs gescheitert. Bei dieser Tat sollen ihn die Angeklagten Jonas B. und Lorella B. begleitet haben; beide Angeklagte sollen den Tatort abgesichert haben.

Der Angeklagte Jonas B. soll zudem am 07.04.2016 den Tatort in Weinheim abgesichert haben.

Der Angeklagte Fatih D. soll

  • Mitte Dezember 2015 in zwei Fällen mit bislang unbekannten Mittätern,
  • Ende Dezember 2015 in drei Fällen mit den Angeklagten Berkan G., Jonas B. und Lorella B.,
  • Anfang Januar 2016 mit bislang unbekannten Mittätern,
  • Mitte Mai 2016 mit dem Angeklagten Jonas B. und
  • Ende Mai 2016 mit den Angeklagten Jonas B. und Lorella B.

im Containerhafen in Mannheim Container aufgebrochen und daraus - abgesehen von der Tat Mitte Mai 2016, bei der sie keine verwertbaren Gegenstände gefunden haben sollen - vorwiegend neuwertige Werkzeuge entwendet haben.

 

Der Angeklagte Fatih D. soll Ende April 2016 mit einem gesondert verfolgten Tatverdächtigen Container im Containerhafen Frankfurt aufgebrochen und aus diesen 86 Kompressoren im Wert von rund EUR 13.000 entwendet haben.

 

Den Angeklagten Fatih D., Jonas B. und Lorella B. wird des weiteren zur Last gelegt, sie seien am 26.05.2016 gegen 02.00 Uhr in den Zoo in Heidelberg eingedrungen und hätten aus einem Kiosk eine Kasse im Wert von rund EUR 2.000 entwendet, in der sich jedoch kein Bargeld befunden habe.

 

Die Angeklagte Lorella B., die im Tatzeitraum 20 Jahre alt und damit Heranwachsende im Sinne des JGG gewesen sei, soll u.a. zwischen den Taten die verwendete Ausrüstung im Haus ihrer Eltern verwahrt, nach zwei Taten die Kleidung der Angeklagten Fatih D. und Berkan G. gewaschen und auf ihren Namen drei Lagerräume zur Verwahrung der bei den Containeraufbrüchen erbeuteten Gegenstände angemietet haben.

 

Die Angeklagten Fatih D., Berkan G. und Jonas B. befinden sich in Untersuchungshaft.  

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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