Suchfunktion

17. bis 22. Kalenderwoche 2017

Datum: 19.04.2017

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Hinweis:

Vom 25.04. bis 17.05.2017 habe ich Urlaub. In dieser Zeit werde ich durch Herrn RLG Dr. Ratzel (Durchwahl 2658: E-Mail: oliver.ratzel@lgmannheim.justiz.bwl.de) vertreten.

 

Verdacht der besonders schweren Vergewaltigung u.a. Delikte

 

Strafkammer 7 - Große Jugendkammer

7 KLs 302 Js 23597/16

 

Verfahren gegen

 

Abo J., geb. 1992, 1993 oder 1998

Verteidigerin: Rechtsanwältin Combé, Heidelberg

 

Vertreterin der Nebenklägerin:

Rechtsanwältin Hausen, Mannheim

 

Prozessauftakt:Mittwoch, 26. April 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 03., 05., 10., 12. u. 17. Mai 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er soll am frühen Morgen des 22.07.2016 zufällig in Mannheim auf die Nebenklägerin getroffen sein, wobei er diese angesprochen und anschließend bis zu dem Anwesen begleitet habe, in dem sich deren Wohnung befindet. Da sich der Angeklagte vor der Haustür nicht dazu habe bewegen lassen zu gehen, soll die Nebenklägerin damit gedroht haben, die Polizei zu rufen. Der Angeklagte habe daraufhin vorgegeben, ein Foto mit ihr machen und anschließend gehen zu wollen. Nach dem Fertigen des Fotos soll die Nebenklägerin die Tür geöffnet und den zum Anwesen gehörenden Hof betreten haben. Diesen Moment soll der Angeklagte ausgenutzt und sich durch das Hoftor gedrängt haben. Im Eingangsbereich habe der Angeklagte die Nebenklägerin gewürgt, sie zu Boden gestoßen und gegen den Kopf und die Schultern getreten. Anschließend soll er die Nebenklägerin zur Vornahme sexueller Handlungen gezwungen und, nachdem diese aufgrund der körperlichen Misshandlungen das Bewusstsein verloren habe, sich an ihr vergangen haben. In dieser Situation soll der Angeklagte zudem die der Nebenklägerin gehörende Goldkette entwendet haben.

Nachdem die Nebenklägerin wieder das Bewusstsein erlangt habe, soll der Angeklagte ihr befohlen haben, ruhig zu sein. Dieser Anweisung sei die Nebenklägerin aus Angst vor weiteren Misshandlungen nachgekommen. Der Angeklagte soll die Nebenklägerin anschließend zu dem nahegelegenen Neckarufer geschleppt, sich dort mit ihr auf eine Bank gesetzt und sie mehrfach umarmt und geküsst haben. Aufgrund der sichtbaren Verletzungen der Nebenklägerin habe ein Passant gegen 07.00 Uhr den Angeklagten und die Nebenklägerin getrennt und die Rettungsleitstelle informiert. Der Angeklagte sei daraufhin geflohen.

Aufgrund der Misshandlungen durch den Angeklagten soll die Nebenklägerin u.a. einen Bruch des Augenhöhlenbodens, einen Schlüsselbeinbruch, zwei Rippenfrakturen, Würgemale am Hals, eine Schürfwunde am Oberschenkel, Schürfwunden an beiden Knien sowie einen Riss in der Lippe davongetragen haben. Die Nebenklägerin soll sich aufgrund der Verletzungen vom 22.07. bis zum 03.08.2016 stationär im Krankenhaus befunden haben.

Der Angeklagte, der sich in Untersuchungshaft befindet, soll zum Zeitpunkt der ihm zur Last gelegten Tat, 20 Jahre alt und damit Heranwachsender im Sinne des Jugendgerichtsgesetzes gewesen sein.     

 

Verdacht der schweren räuberischen Erpressung und des unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln

 

Strafkammer 5

5 KLs 402 Js 33556/16

 

Verfahren gegen

 

Elias A., geb. 1995

Verteidigerin: Rechtsanwältin Mannebach-Junge, Mannheim

Verteidiger: Rechtsanwalt Biedermann, Mannheim

  

Prozessauftakt:Donnerstag, 27. April 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 28. April, 09.00 Uhr, 17. u. 22. Mai 2017, jeweils 13.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe am Abend des 06.10.2016 in Mannheim eine Pizza bei einem Pizza-Lieferdienst bestellt. Als der Angestellte des Pizzadienstes diese habe ausliefern wollen, sei er von dem Angeklagten vor der Hofeinfahrt der Lieferanschrift mit einem Messer bedroht und zur Herausgabe des mitgeführten Bargeldes in Höhe von rund EUR 65 gezwungen worden.

Der Angeklagte soll im Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober 2016 in 24 Fällen jeweils ein Gramm Marihuana erworben haben. Am 04.10. und am 06.10.2016 soll er zudem jeweils 5 g Marihuana erworben und zudem von der am 06.10.2016 erworbenen Menge 2 g Marihuana gewinnbringend weiter veräußert haben.

 

Verdacht der veruntreuenden Unterschlagung in 16 Fällen, des Betruges u.a. Delikte

 

Strafkammer 24 - Große Wirtschaftsstrafkammer

24 KLs 605 Js 14573/10

 

Verfahren gegen

 

Robert H., geb. 1941

Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Gorka, Karlsruhe

 

Prozessauftakt:Mittwoch, 03. Mai 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 05., 10., 12., 29., 30. Mai, 02., 13., 14., 20., 22. u. 27. Juni 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe in seiner Eigenschaft als geschäftsführender Gesellschafter einer in Nordbaden ansässigen Firma im Zeitraum von November 2006 bis November 2009 zur Erlangung liquider Mittel für die finanziell angeschlagene Firma in 16 Fällen geleaste bzw. gemietete Geräte unberechtigt an Dritte oder andere Leasingfirmen veräußert und dadurch mindestens EUR 2,86 Millionen erlangt.

Des weiteren soll der Angeklagte für die Firma durch ein vorgetäuschtes Leasinggeschäft im Jahr 2007 einen Betrag in Höhe von rund EUR 232.000 erlangt haben.

Darüber hinaus soll der Angeklagte bzgl. dieser Firma sowie - in seiner Eigenschaft als allein verantwortlicher Geschäftsführer - bzgl. eines dazugehörigen Tochterunternehmens wiederholt die Buchführungspflichten durch die unrichtige Verbuchung sowie Umbuchung von Leasingaufwendungen verletzt und zudem in den Jahresabschlüssen 2008 die finanziellen Verhältnisse der beiden Firmen unzutreffend dargestellt haben.

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 300 Js 28409/16

 

Verfahren gegen

 

Tetyana K., geb. 1978

Verteidiger: Rechtsanwalt Endler, Mannheim

Verteidigerin: Rechtsanwältin Weis, Mannheim

 

Vertreterin des Nebenklägers:

Rechtsanwältin Combé, Heidelberg

 

Prozessauftakt:Dienstag, 16. Mai 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 18., 19., 23., 24., 31. Mai, 07., 14., 21. Juni, 10. u. 12. Juli 2017 jeweils 09.00 Uhr)

 

Die Beschuldigte soll an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Am 02.09.2016 soll die Angeklagte kurz nach Mitternacht ihre damals 10 Jahre alte Tochter im Schlaf erstochen haben, wobei sie aufgrund ihrer Erkrankung schuldunfähig gewesen sein soll.

Die Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

 

Verdacht des unerlaubten bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

 

Strafkammer 5

5 KLs 800 Js 1604/16

 

Verfahren gegen

 

1. Tini K., geb. 1974

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Eser, Köln

   Verteidiger: Rechtsanwalt Gönnheimer, Mannheim

 

2. Leunor B., geb. 1978

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Kosian, Ludwigshafen

 

3. Vasileios A., geb. 1978

   Verteidiger: Rechtsanwalt Steffan, Stuttgart

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Rückert, Stuttgart

   Verteidiger: Rechtsanwalt Gerber, Stuttgart

 

4. Durim C., geb. 1977

   Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Neumann, Mannheim

 

5. Klodian K., geb. 1982

   Verteidiger: Rechtsanwalt Philipp, Reutlingen

  

Prozessauftakt:Mittwoch, 17. Mai 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 22. Mai, 12., 23. Juni, 11., 17., 20. Juli, 09., 11., 29., 31. August, 19., 21. und 25. September 2017, jeweils 09.00 Uhr; außer 11. Juli 2017: 13.00 Uhr)

 

Den Angeklagten Tini K. und Durim C. wird zur Last gelegt, sie hätten gemeinsam mit zwei gesondert verfolgten Bandenmitgliedern am 15.03. und am 07.05.2016 jeweils ein Kilogramm reines Kokain, am 11.06.2016 ein Kilogramm reines und drei Kilogramm „gestrecktes“ Kokain sowie am 29.06.2016 500g Kokain in Belgien erworben und für dessen Verbringung nach Mannheim gesorgt. Dort soll das Kokain in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken mit den Angeklagten Leunor B., Vasileios A. und Klodian K. nach zuvor erfolgter Streckung und Portionierung gewinnbringend weiter veräußert worden sein.

Die Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.  

 

Verdacht der sexuellen Nötigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung

 

Strafkammer 7 - Große Jugendkammer als Jugendschutzkammer

7 KLs 714 Js 24256/15

 

Verfahren gegen

 

Sabjit S., geb. 1987 oder 1994

Verteidiger: Rechtsanwalt Boßler, Kirchheim/Teck

 

Prozessauftakt:Donnerstag, 18. Mai 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermin: 23. Mai 2017, 09.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, im Januar 2015 ein damals 15 Jahre altes Mädchen in einer Straßenbahn in Mannheim in verbaler und in körperlicher Weise sexuell belästigt zu haben. Dem Mädchen sei es während des Vorfalls gelungen, ihren Vater per WhatsApp zu verständigen. Als sie die Straßenbahn verlassen habe, soll ihr der Angeklagte gefolgt sein und sie weiter belästigt haben. Dem zu Hilfe eilenden Vater des Mädchens soll es gelungen sein, den Angeklagten kurzzeitig festzuhalten. Als der Vater versucht habe, die Polizei zu verständigen, habe der Angeklagte fliehen können.

 

Verdacht des versuchten Mordes, der schweren räuberischen Erpressung, der versuchten schweren räuberischen Erpressung u.a. Delikte (Angekl. Jürgen H.), der schweren räuberischen Erpressung und der versuchten schweren räuberischen Erpressung (Angekl. Ingo G.) sowie der versuchten schweren räuberischen Erpressung (Angekl. Adriano Z.)

 

Strafkammer 1a - Hilfsstrafkammer

1 Ks 300 Js 26900/16

 

Verfahren gegen

 

1. Jürgen H., geb. 1972

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Bertsch, Mannheim

 

2. Ingo G., geb. 1967

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Maeß, Karlsruhe

 

3. Adriano Z., geb. 1980

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Weis, Mannheim

 

Vertreterin der Nebenkläger:

Rechtsanwältin Hausen, Mannheim

  

Prozessauftakt:Freitag, 02. Juni 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 20., 22., 23., 28., 29. Juni, 17., 18., 25., 26., 27. Juli, 21., 23. August, 12. und 14. September 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Den Angeklagten Jürgen H. und Ingo G. wird zur Last gelegt, sie hätten am späten Abend des 21.03.2016 ein Paar in einem Einfamilienhaus in der Pfalz überfallen und mit Waffengewalt dazu gebracht, die beiden im Haus befindlichen Tresore zu öffnen. Aus den Tresoren sollen die Angeklagten Bargeld in Höhe von rund EUR 80.000, Reisepässe, zwei Revolver, wertvolle Uhren sowie verschiedene Schmuckstücke entwendet haben.

 

Im August 2016 sollen die Angeklagten Jürgen H. und Ingo G. die Begehung eines weiteren Überfalls vereinbart und zur Tatausführung den Angeklagten Adriano Z. angeworben haben.

In Ausführung des gemeinsamen Tatplans seien die Angeklagten am späten Abend des 20.06.2016 zu dem Wohnanwesen eines Ehepaares in Mannheim gefahren. Aufgrund einer Party in einem gegenüberliegenden Haus sollen die Angeklagten mit dem Überfall längere Zeit zugewartet haben. Gegen 11.40 Uhr am darauffolgenden Morgen soll sich der Angeklagte Jürgen H. mit einem Strumpf maskiert sowie mit einem gestohlenen Revolver, einem Elektroschocker und einem Jagdmesser bewaffnet auf das Grundstück der Eheleute begeben haben. Dort sollte er - dem gemeinsamen Tatplan entsprechend - die Eheleute in seine Gewalt bringen und sodann die beiden Mittäter verständigen, damit zumindest einer von ihnen bei der weiteren Tatausführung unterstützend tätig werde. Der Angeklagte Jürgen H. soll durch die offenstehende Wohnungstür in das Haus gelangt und dort zunächst den Eigentümer des Hauses und anschließend dessen Ehefrau mit dem Revolver bedroht haben. Der Eigentümer des Hauses habe jedoch eine Ablenkung des Angeklagten ausgenutzt, um den Wohnzimmertisch in dessen Richtung zu werfen. Anschließend sei das Ehepaar aus dem Haus geflüchtet. Der Angeklagte Jürgen H. soll das Ehepaar zunächst verfolgt, jedoch nach kurzer Zeit sein gescheitertes Vorhaben aufgegeben und selbst die Flucht angetreten haben.

Bei der Flucht sei er durch den Eigentümer des Hauses und dessen Nachbarn verfolgt worden. Dabei soll der Angeklagte Jürgen H. zunächst einmal ungezielt auf die beiden Verfolger geschossen haben. Als er erkannt habe, dass sich diese nicht von der weiteren Verfolgung abhalten lassen, habe er wiederholt mit bedingtem Tötungsvorsatz auf seine Verfolger geschossen, ohne diese jedoch zu verletzen. Anschließend sei dem Angeklagten die Flucht in ein Maisfeld gelungen. Die zwischenzeitlich eingetroffene Polizei habe das Maisfeld umstellt; nach einem Schusswechsel habe der Angeklagte, der dabei in beide Beine getroffen worden sei, festgenommen werden können.

 

Die beiden anderen Angeklagten hätten zunächst unerkannt entkommen können. Der Angeklagte Ingo G. sei am 19.09.2016 festgenommen worden, wobei bei der an diesem Tag erfolgten Durchsuchung seiner Wohnung rund 108 g Amphetamin und rund 4,8 g Kokain sichergestellt worden seien.

Die Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

Fußleiste