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10. bis 14. Kalenderwoche 2017

Datum: 22.02.2017

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Hinweis:

Vom 27.02. bis 03.03..2017 habe ich Urlaub. In dieser Zeit werde ich durch Frau RinLG Steinlein (Durchwahl 2646: E-Mail: katrin.steinlein@lgmannheim.justiz.bwl.de) vertreten.

 

Verdacht des Totschlags

 

Strafkammer 1a (Hilfsstrafkammer) - Schwurgericht

1 Ks 203 Js 28593/16

 

Verfahren gegen

 

Marina G., geb. 1973

Verteidiger: Rechtsanwalt Eichin, Mannheim

 

Vertreter der Nebenkläger:

Rechtsanwalt Slania, Mannheim

Rechtsanwältin Hausen, Mannheim

 

Prozessauftakt:Montag, 06. März 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 09., 10., 13. u. 22. März 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Der Angeklagten, die sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, sie habe am späten Abend des 05.09.2016 ihren damaligen Lebensgefährten, mit dem sie eine längere, von zunehmender Eifersucht geprägte Beziehung geführt haben soll, in kurzen Abständen wiederholt aufgefordert, ihre in Mannheim gelegene Wohnung zu verlassen. Dabei habe sie ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von rund 15 cm vor sich gehalten. Aufgrund einer impulsiven Handlung soll die Angeklagte an ihren damaligen Lebensgefährten herangetreten sein und ihm das Messer in den Oberbauch gestochen haben, wobei sie mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt habe. Durch den Stich sei u.a. die Körperhauptschlagader sowie die Darmschlagader verletzt worden, was in kürzester Zeit zum innerlichen Verbluten des Geschädigten geführt habe.  

 

Verdacht des unerlaubten bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge

 

Strafkammer 4

4 KLs 804 Js 28824/16

 

Verfahren gegen

 

Dzhihan S., geb. 1969

Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Bessler, Stuttgart

Verteidiger: Rechtsanwalt Kling, Mannheim

  

Prozessauftakt:Montag, 06. März 2017, 09.30 Uhr

(Fortsetzungstermine: 17., 28. März, 04., 07., 25. und 28. April 2017, jeweils 09.30 Uhr)

 

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe als Kopf einer Gruppe osteuropäischer Staatsangehöriger im Bereich Mannheim-Neckarstadt im Zeitraum von August 2013 bis Januar 2016 einen schwunghaften Handel mit Kokain und Marihuana betrieben. In dem o.g. Zeitraum soll der Angeklagte durch verschiedene Taten mit insgesamt rund 4,3 kg Kokain sowie insgesamt rund 18 kg Marihuana unerlaubt Handel getrieben haben.

 

Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung

 

Strafkammer 23 - Große Wirtschaftsstrafkammer

23 KLs 616 Js 37732/16

 

Verfahren gegen

 

1. Ahmet Ö., geb. 1954

   Verteidiger: Rechtsanwalt Dominkovic, Mannheim

   Verteidiger: Rechtsanwalt Salan, Mannheim

 

2. Bahadir B., geb. 1979

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Mannebach-Junge

 

3. Hakan C., geb. 1993

   Verteidiger: Rechtsanwalt Oppermann, Haltern

   Verteidigerin: Rechtsanwältin Würsig, Dinslaken

 

Prozessauftakt:Freitag, 10. März 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 13., 22., 23., 28. März, 06., 12., 13., 25. April, 04. u. 11. Mai 2017, jeweils 09.00 Uhr)

 

Der Angeklagte Ahmet Ö., der sich in Untersuchungshaft befindet, soll zusammen mit weiteren Personen über ein Steuerlager für Bier, Wein, Branntwein und branntweinhaltige Erzeugnisse in Karlsruhe im Zeitraum vom Juni 2012 bis Januar 2013 mehrere tausend Lieferungen verbrauchssteuerpflichtiger Waren unter Umgehung der Verpflichtung zur Abgabe von Verbrauchssteuern durchgeführt haben. Die edv-technische Abwicklung, durch die die Lieferungen letztlich als Überführung von einem Steuerlager zum nächsten erschienen seien, soll ab Dezember 2012 durch die beiden Angeklagten Bahadir B. und Hakan C. durchgeführt worden sein.

Dieser besonderen Kenntnisse des Angeklagten Ahmet Ö. sollen sich im Zeitraum von Ende Juni 2012 bis Ende Januar 2013 auch die Verantwortlichen von drei in Frankreich ansässigen Steuerlagern bedient haben, um an sich steuerpflichtige Lieferungen von Bier von Frankreich nach England zum Schein als steuerfreie Lieferungen zwischen verschiedenen Steuerlagern erscheinen zu lassen. Ab Dezember 2012 sollen zudem die Angeklagten Bahadir B. und Hakan C. an der edv-technischen Abwicklung beteiligt gewesen seien. Letztlich sollen auf diese Weise in dem genannten Zeitraum rund 70 Millionen Liter Bier auf dem Schwarzmarkt in England gelandet sein, wodurch insgesamt Verbrauchssteuern in Höhe von rund EUR 12,3 Millionen hinterzogen worden seien. Die Angeklagten Bahadir B. und Hakan C. sollen durch ihr Mitwirken ab Dezember 2012 zu einem Hinterziehungsschaden von rund EUR 3,1 Millionen beigetragen haben.

 

Verdacht des versuchten Totschlags

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 300 Js 22719/16

 

Verfahren gegen

 

Sharam H., geb. 1994

Verteidiger: Rechtsanwalt Reeb, Mannheim

 

Prozessauftakt:Dienstag, 14. März 2017, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 15.. 20., 21., 27. März und 04. April 2017 jeweils 09.00 Uhr)

 

Der Angeklagte, der sich in Untersuchungshaft befindet, soll am Nachmittag des 16.07.2016 in Mannheim zunächst seinen Sohn in der Wohnung seiner früheren Lebensgefährtin besucht haben. Anschließend habe er sich vor der Wohnung aufgehalten, um seinen Motorroller zu reparieren. Am frühen Abend sei der derzeitige Freund der früheren Lebensgefährtin des Angeklagten, ohne dass dieser es bemerkt habe, in die Wohnung gelangt und habe dort auch mit dem Sohn des Angeklagten im Wohnzimmer gespielt. Als der Angeklagte sich von seinem Sohn habe verabschieden wollen, sei es zu einem Aufeinandertreffen der beiden Männer gekommen. Der Angeklagte, der die im Herbst 2015 erfolgte Trennung zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verkraftet und der zudem gegenüber seiner früheren Lebensgefährtin damit gedroht haben soll, deren neuem Freund die Kehle durchzuschneiden, habe bei dessen Anblick ein mitgeführtes Butterflymesser gezogen und habe versucht, diesem das Messer in den Bauch zu stechen, wobei er mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt haben soll. Dem neuen Freund der früheren Lebensgefährtin des Angeklagten sei es jedoch gelungen, beide Hände des Angeklagten zu packen, diesen wegzustoßen und anschließend in einen anderen Raum zu fliehen. Dort sei er von dem Angeklagten eingeholt und erneut mit dem Messer angegriffen worden, wobei der Angeklagte mit bedingtem Tötungsvorsatz in Richtung des Halses des Geschädigten gestochen haben soll. Dem Geschädigten sei es jedoch gelungen, den Arm abzulenken, weshalb der Angeklagte sich letztlich in den eigenen Oberschenkel gestochen habe. Kurze Zeit später sei die zwischenzeitlich verständigte Polizei eingetroffen. Zuvor soll es dem Angeklagten unter Umständen mit Unterstützung dritter Personen gelungen sein, das Butterflymesser verschwinden zu lassen.  

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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