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08. bis 11. Kalenderwoche 2015

Datum: 11.02.2015

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Hinweis:

Vom 16. bis 20.02.2015 habe ich Urlaub. In dieser Zeit werde ich durch Herrn Richter am LG Dr. Hirsch (Durchwahl: 2614; hirsch@lgmannheim.justiz.bwl.de) vertreten.

 

Verdacht des Betrugs u.a. Delikte

 

Strafkammer 4

4 KLs 200 Js 31341/13

 

Verfahren gegen

 

Bernd D., geb. 1954

Verteidiger: Rechtsanwalt Kopfsguter, Ravensburg

 

Prozessauftakt: Dienstag, 17. Februar 2015, 09.00 Uhr

 

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe Frau A. durch das wahrheitswidrige Versprechen, mit ihr ein gemeinsames Leben aufbauen und sie heiraten zu wollen dazu gebracht, ihm in den Jahren 2012 und 2013 wiederholt Geldbeträge in Höhe von insgesamt rund EUR 120.000 zu überlassen, wobei er Frau A. jeweils bewusst der Wahrheit zuwider erklärt haben soll, dass er die jeweils überlassenen Beträge zurückzahlen werde. Des weiteren soll der Angeklagte im September 2013 die EC-Karte von Frau A. entwendet und im September und Oktober 2013 in vier Fällen Bargeld in Höhe von insgesamt EUR 1.800.- unerlaubt abgehoben haben.

Bereits im Jahr 2010 soll der Angeklagte gegenüber einer anderen Frau bewusst der Wahrheit zuwider von einer gemeinsamen Zukunft und Heirat gesprochen und die betroffene Frau dadurch im Zeitraum von Herbst 2010 bis Herbst 2012 - wiederum unter der wahrheitswidrigen Vorgabe der Rückzahlungsbereitschaft - zu Vermögensverfügungen in Höhe von beinahe EUR 40.000 veranlasst haben.

Des weiteren soll der Angeklagte von einer Firma Aufträge zur Erstellung von Bodengutachten angenommen, der Firma die Ergebnisse tatsächlich nicht durchgeführter Bodenanalysen mündlich mitgeteilt und die von ihm tatsächlich nicht erbrachten Gutachten gegenüber der Firma abgerechnet haben. Im Vertrauen auf die Richtigkeit der mündlich mitgeteilten Ergebnisse der angeblichen Bodenanalysen soll die Firma die Rechnungen in Höhe von rund EUR 10.000.- beglichen haben.

Darüber hinaus soll der Angeklagte im Frühjahr 2013 mit der wahrheitswidrigen Behauptung, er sei finanziell in der Lage, den Kaufpreis ohne Fremdgelder zu finanzieren, den Abschluss eines Kaufvertrages über eine Immobilie im Wert von EUR 350.000.- erschlichen haben.     

 

Verdacht des schweren Raubes

 

Strafkammer 7 - Große Jugendkammer

7 KLs 206 Js 14283/14

 

Verfahren gegen

 

Pahram B., geb. 1995

Verteidiger: Rechtsanwalt Kornblum, Mannheim

 

Prozessauftakt: Montag, 02. März 2015, 09.00 Uhr  

(Fortsetzungstermine: 04., 10. März 2015 jeweils 09.00 Uhr und 11. März 14.00 Uhr)

 

Dem zur Tatzeit 18 Jahre alten Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, er habe am späten Abend des 28.05.2014 in zwei Fällen versucht, zufällig angetroffenen Passantinnen in Mannheim Geld oder andere Wertgegenstände mit Gewalt zu entwenden. In einem Fall sei sein Vorhaben erfolgreich gewesen.

Zunächst soll der Angeklagte kurz vor 23.00 Uhr versucht haben, einer Frau eine Handtasche zu entreißen, was jedoch an deren Gegenwehr gescheitert sei.

Gegen 23.30 Uhr soll der Angeklagte drei Frauen angesprochen und um Geld gebeten haben. Als diese seiner Bitte nicht nachgekommen seien, soll er sich zunächst von diesen weggedreht und kurz darauf die Frauen mit einem abgebrochenen Flaschenhals bedroht und Stichbewegungen in deren Richtung durchgeführt haben. Einer Frau soll es im letzten Moment gelungen sein, eine Verletzung durch eine Ausweichbewegung zu vermeiden. Den Frauen sei es anschließend gelungen zu fliehen.

Gegen 23.50 Uhr soll der Angeklagte einer Frau mit Gewalt eine Handtasche entrissen haben, wobei er sich der Frau von hinten mit einem Fahrrad genähert habe. Die Frau habe sich gegen die Wegnahme gewehrt, weshalb der Angeklagte habe vom Fahrrad steigen müssen. Er habe dann jedoch so fest an der Handtasche gezogen, dass es ihm schließlich gelungen sei, diese an sich zu bringen. Das darin befindliche Handy im Wert von rund EUR 390 sowie der Geldbeutel mit rund EUR 30 Bargeld sollen später bei dem Angeklagten sichergestellt worden sein.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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