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06. bis 08. Kalenderwoche 2014

Datum: 29.01.2014

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 307 Js 23090/13

 

Verfahren gegen

 

Lucica M., geb. 1975

Verteidiger: Rechtsanwalt Eisele, Mannheim

  

Prozessauftakt: Dienstag, 04. Februar 2014, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 06., 11. u. 13. Februar 2014, jeweils 09.00 Uhr)  

 

Die Beschuldigte soll an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Aufgrund dieser Erkrankung soll die Beschuldigte im Zustand der Schuldunfähigkeit am Nachmittag des 16.08.2013 in Mannheim mit einem Küchenmesser vor einem Anwesen Äste eines Olivenbaums sowie Teile einer Königskerze abgeschnitten und die abgeschnittenen Teile auf dem Gehweg gestapelt haben. Von der Eigentümerin auf ihr Verhalten angesprochen erklärte sie, dass sie Gott sei und dass dies ihr Job sei. Unter Vorhalten des Küchenmessers entfernte sie sich rückwärts von dem Ort des Geschehens.

Am Morgen des 25.08.2013 soll sie in Mannheim mit einem Küchenmesser und einem Brotmesser rund einen Kilometer von der Melanchtonkirche entfernt auf dem Gehweg in der Hocke gesessen sein. Als sich eine Frau ihr genähert habe, habe sie beide Messer vor der Brust verschränkt. Die Beschuldigte soll sich anschließend zur Melanchtonkirche begeben und dort kurz nach Beginn der Sonntagsmesse die Kirche betreten haben. Nachdem es mehreren Kirchenbesuchern nicht gelungen sei, die Beschuldigte zum Weglegen der Messer zu überreden, sei die Polizei informiert worden. Kurze Zeit später seien mehrere Polizeibeamte vor Ort erschienen, denen es jedoch ebenfalls nicht gelungen sei, die Beschuldigte zum Weglegen der Messer zu bewegen. Der Versuch, die Beschuldigte durch den Einsatz von Pfefferspray zu entwaffnen, sei fehlgeschlagen, da diese durch Hut, Schleier und Brille gegen das Spray geschützt gewesen sei. Die Beschuldigte sei im Verlauf des Geschehens in die Sakristei geflüchtet und habe sich dort in einem Schrank eingeschlossen. Nach kurzer Zeit sei die Beschuldigte aus dem Schrank herausgesprungen und habe mit dem Messer in Höhe des Brustkorbes des ihr am nächsten stehenden Polizeibeamten mehrere Stichbewegungen gemacht, wobei sie die Verletzung und auch die Tötung des Beamten für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen haben soll. Ein Beamter habe daraufhin der Beschuldigten gezielt in den Oberschenkel geschossen. Trotz der Verletzung soll die Beschuldigte auch noch bei ihrer Festnahme erheblichen Widerstand geleistet haben.

Die Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.   

  

 Verdacht des gemeinschaftlichen Betrugs in mehreren Fällen

 

Strafkammer 5

5 KLs 605 Js 19965/12

 Verfahren gegen

 1. Manfred G., geb. 1944

    Verteidiger: Rechtsanwalt Gärtner, Mannheim

 

2. Edith Sch., geb. 1953

    Verteidiger: Rechtsanwalt Prof. Dr. Dr. Daum, Frankfurt

 

3. Stefan L., geb. 1965

    Verteidiger: Rechtsanwalt Herzog, Heidelberg

  

Prozessauftakt: Dienstag, 04. Februar 2014, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 05., 10., 11., 18., 24. und 25. Februar 2014, jeweils 09.00 Uhr)  

 

Der Angeklagte Manfred G. soll seit 2002 aufgrund von Regressforderungen eines aus der gemeinsamen Zahnarztpraxis ausgeschiedenen Kollegen sowie aufgrund seines aufwändigen Lebensstils in finanzielle Probleme geraten sein. Da weitere Kredite nicht zu erwarten gewesen seien, habe er den Entschluss gefasst, sich u.a. im Zusammenwirken mit seiner Praxismanagerin, der Angeklagten Edith Sch. durch Veräußerung von fingierten Rechnungen über angeblich erbrachte privatzahnärztliche Leistungen an zahnärztliche Abrechnungsstellen ein günstiges Darlehen zu verschaffen. Zur Verschleierung seines Vorhabens sei jeweils Ratenzahlung beantragt und bewilligt worden. Im Zeitraum von Ende 2006 bis Mitte 2011 seien in 41 Fällen angeblich erbrachte zahnärztliche Leistungen in Höhe von rund EUR 369.000.- an zahnärztliche Abrechnungsstellen veräußert worden. Durch Ratenzahlungen, mit denen die Ordnungsgemäßheit des Vorgehens vorgespiegelt worden sein soll, sei es dem Angeklagten Manfred G. gelungen, den offenen Gesamtbetrag auf rund EUR 123.000.- zurückzuführen.

Der Angeklagte Stefan L. soll in 9 Fällen dadurch Beihilfe geleistet haben, dass er Post für weitere auf den Rechnungen unter der gleichen Wohnanschrift genannten, teilweise dort aber nicht wohnhaften Personen entgegengenommen und die Rechnungen der Abrechnungsstellen an den Angeklagten Manfred G. weitergereicht habe.

Des weiteren sollen der Angeklagte Manfred G. und der Angeklagte Stefan L. in seiner Eigenschaft als Inhaber einer Elektronikfirma in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken Leasinggesellschaften durch das Vorspiegeln des Ankaufs zahnmedizinischer Geräte und EDV-Hardware zum Abschluss von Leasingverträgen und zur entsprechenden Auszahlung des Kaufpreises an den Angeklagten Stefan L. gebracht haben, der wiederum absprachegemäß das erhaltene Geld an den Angeklagten Manfred G. weitergeleitet haben soll. Auch in diesem Fall soll der Angeklagte Manfred G. durch die teilweise Begleichung der Leasingraten versucht haben, die Ordnungsgemäßheit des Leasinggeschäfts vorzuspiegeln. Aufgrund des bewussten und gewollten Zusammenwirkens der beiden Angeklagten sollen im Zeitraum von Dezember 2006 bis Juli 2011 insgesamt 21 Scheinleasingverträge mit einem Volumen von rund EUR 926.000.- abgeschlossen worden sein, wobei dieser Betrag aufgrund der geleisteten Leasingraten auf rund EUR 350.000.- zurückgeführt worden sein soll.

Dem Angeklagten Manfred G. wird des weiteren zur Last gelegt, er habe in drei Fällen den Leasingantrag mit falschen Personalien ausgefüllt und mit einem falschen Namen unterschrieben.

 

Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln

 

Strafkammer 5

5 KLs 825 Js 20018/01

 Verfahren gegen

 Arlando H., geb. 1977

Verteidigerin: Rechtsanwältin Mannebach-Junge, Mannheim

  

Prozessauftakt: Freitag, 14. Februar 2014, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermin: 21. Februar 2014, 09.00 Uhr)  

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe Anfang Juli 2001 zur Finanzierung seiner Rückkehr nach Albanien 5 kg Haschisch gemeinsam mit seiner späteren Ehefrau, die ihm nach Albanien folgen sollte, gewinnbringend weiter veräußert. Am 10.07.2001 soll er in Mannheim einer Vertrauensperson der Polizei 50 g Heroingemisch gewinnbringend weiter veräußert haben. Kurze Zeit später soll der Angeklagte nach Albanien gereist sein. Seine spätere Ehefrau soll ihm kurze Zeit später gefolgt sein und auf seine Veranlassung hin im August bzw. im September 2001 80g bzw. 180g Heroingemisch nach Deutschland geschmuggelt und dort gewinnbringend weiter veräußert haben.

Der Angeklagte konnte im August 2013 festgenommen werden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

 

 Verdacht des versuchten Totschlags

 Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 300 Js 21717/13

 

Verfahren gegen

 Mohammad A., geb. 1982

Verteidigerin: Rechtsanwältin Berg, Mannheim

 Vertreter des Nebenklägers: Rechtsanwalt Heuer, Ludwigshafen

 

Prozessauftakt: Mittwoch, 19. Februar 2014, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 21., 25., 27., 28. Februar und 07. März 2014, jeweils 09.00 Uhr)  

 Der in Frankfurt wohnhafte Angeklagte soll am Abend des 09.08.2013 mit weiteren Personen im Asylbewerberheim in Mannheim das islamische Eid-Fest gefeiert haben. Der stark alkoholisierte Angeklagte soll am frühen Morgen des 10.08.2013 die Anwesenden wiederholt in erheblicher Weise beleidigt haben. Zudem soll er eine leere Bierflasche in Richtung eines Anwesenden geworfen haben, wobei eine Verletzung nur durch ein rasches Ausweichen habe vermieden werden können. Anschließend sei es zwischen dem Angeklagten und den weiteren anwesenden Personen, zu denen auch der Nebenkläger gehört haben soll, zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Diese sei aufgrund des Erscheinens eines Sicherheitsbeamten beendet worden.

Der Angeklagte habe sich daraufhin in die Küche begeben, dort ein Messer geholt, sei mit dem Messer auf den völlig überraschten Nebenkläger zugelaufen und habe diesem das Messer zweimal tief in den Unterbauch gestoßen. Dabei soll der Angeklagte mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt haben. Der Nebenkläger habe sich aufgrund der Verletzungen in Lebensgefahr befunden. Er habe nur durch eine Notoperation gerettet werden können.

 Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.     

  

  Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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