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01. bis 04. Kalenderwoche 2017 (Nachtrag)

Datum: 04.01.2017

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 4

4 KLs 302 Js 3876/16

 

Verfahren gegen

 

Evelyne B., geb. 1978

Verteidigerin: Rechtsanwältin Beyse, Weinheim

 

Prozessauftakt:Dienstag, 10. Januar 2017, 09.30 Uhr

(Fortsetzungstermin: 12. Januar 2017, 09.30 Uhr)

 

Die Beschuldigte soll u.a. an einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ leiden. Sie soll aufgrund dieser Erkrankung im Zustand der Schuldunfähigkeit bzw. im Zustand verminderter Schuldfähigkeit im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang April 2016 folgende Straftaten begangen haben:

Anfang Februar 2016 soll die damals erheblich alkoholisierte Beschuldigte im Kreispflegeheim in Weinheim randaliert und anschließend zunächst einen Pfleger und kurz darauf eine weitere Pflegekraft in erheblicher Weise körperlich angegriffen haben, wobei sie den Pfleger u.a. wiederholt gewürgt haben soll. Gegen ihre Verbringung in das PZN Wiesloch durch die herbeigerufenen Polizeibeamten soll sie sich u.a. mit Fußtritten zur Wehr gesetzt haben.

Am Abend des 06.04.2016 soll sie versucht haben, die auf dem Gelände des Kreispflegeheimes gelegene Kapelle in Brand zu setzen. Nachdem sie einige neben der Kapelle gelagerte Holzpfosten in Brand gesetzt habe, soll sie dies gegenüber einem Verantwortlichen gemeldet haben, weshalb das Feuer rechtzeitig habe gelöscht werden können.

Kurze Zeit später soll sich die Beschuldigte zum Hauptbahnhof in Heidelberg begeben und dort am 07.04.2016 kurz nach Mitternacht in der Damentoilette eine Klopapierrolle in Brand gesetzt und diese in einen Mülleimer geworfen haben. Es soll deswegen u.a. zu einer erheblichen Rauchentwicklung im Bahnhofsgebäude gekommen sein.

Rund drei Stunden später soll die Angeklagte im Außenbereich des Bahnhofs ein Taschentuch entzündet, in einen Mülleimer geworfen und diesen dadurch in Brand gesetzt haben.

Die Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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