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17. bis 19. Kalenderwoche 2015

Datum: 15.04.2015

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

 

Verdacht des Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung - mutmaßliches Geschehen vor dem Polizeirevier Mannheim-Innenstadt am 04.09.2014

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 404 Js 24271/14

 

Verfahren gegen

 

Mehmet S., geb. 1992

Verteidiger: Rechtsanwalt A. Klein, Ludwigshafen

 

Vertreter der Nebenkläger:

Rechtsanwältin Kriewitz, Mainz

Rechtsanwalt Kling, Mannheim

 

Prozessauftakt: Dienstag, 21. April 2015, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 28., 29., 30. April 2015, 11., 13., 18. u. 21. Mai 2015, jeweils 09.00 Uhr außer 28. April 2015: 13.00 Uhr)

 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er sei am 04.09.2014 mit seinem Arbeitgeber wegen seiner Entlohnung als Bauhelfer vor dem Anwesen H 3, 21 in Mannheim in Streit geraten. Dabei soll es auch zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen sein, die jedoch habe geschlichtet werden können. Gegen 22.40 Uhr soll der Angeklagte im Kreuzungsbereich vor dem Polizeirevier Mannheim-Innenstadt auf den Sohn seines Arbeitgebers getroffen sein, der in der Baufirma seines Vaters als Vorarbeiter tätig gewesen sei. Der Angeklagte soll den Sohn seines Arbeitgebers plötzlich und unvermittelt mit einem mitgeführten Klappmesser angegriffen und ihm einen Stich in den Oberkörper versetzt haben, wodurch die Lunge verletzt worden sei. Dabei soll er mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt haben. Obwohl der Vater seinem Sohn zu Hilfe geeilt sei und die Begleiter des Angeklagten versuchten, die Kontrahenten zu trennen, soll es dem Angeklagten gelungen sein, seinem Kontrahenten vier weitere Stichverletzungen zuzufügen. Im Zuge des Handgemenges soll er zudem seinem Arbeitgeber vorsätzlich mehrere Schnittwunden zugefügt haben.

Trotz umgehender notärztlicher Versorgung sei der Sohn des Arbeitgebers des Angeklagten noch am Ort des Geschehens verstorben.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.       

 

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt

 

Strafkammer 1 - Schwurgericht

1 Ks 200 Js 26650/14

 

Verfahren gegen

 

Tanja F., geb. 1969

Verteidigerin: Rechtsanwältin Albiez, Heidelberg

 

Prozessauftakt: Dienstag, 05. Mai 2015, 09.00 Uhr

(Fortsetzungstermine: 06. u. 12. Mai 2015, jeweils 09.00 Uhr)

 

Die Beschuldigte soll seit längerer Zeit an einer schizoaffektiven Störung leiden. Aufgrund dieser Erkrankung soll sie im Zustand der Schuldunfähigkeit am frühen Morgen des 01.10.2014 in einem Anwesen in Mannheim den dort tätigen Hausmeister, der sie zuvor aufgefordert haben soll, die Ruhestörung zu beenden, mit einem Schneidewerkzeug angegriffen und ihm mit bedingtem Tötungsvorsatz mehrere Schnittverletzungen beigebracht haben. Die Verletzungen des Hausmeisters seien operativ versorgt worden und hätten einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt erforderlich gemacht.

Die Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

 

Dr. Joachim Bock

- Pressesprecher und VRLG -

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